biographiearbeit

In der Biographie eines Menschen zeigt sich Individualiät in ihrer ausgeprägtesten Form.

 

In der Biographie spricht sich die Einzigartigkeit des schöpferischen Menschen als Gesamtkunstwerk aus.

 

In der Arbeit an der eigenen Biographie können wir erkennen, dass Lebensereignisse keine wirren, zusammenhanglosen Geschehnisse sind.

Es wird bei dieser Arbeit, ein bislang ungenutztes Sinnesorgan angeregt sich zu entfalten. Dieses Organ wird uns im Laufe der Zeit ein Gespür, einen Geschmack zu vermitteln wissen, der uns immer deutlicher erkennen lässt, ob ein Ereignis, das sich mir gegenüber stellt, mit meinem roten Faden, meiner Mission, in Zusammenhang steht.
Wir können uns dieses bislang "ungenützte" Organ mit einer immer dünner werdenden Membran vergleichen, die das Tagesbewusstsein vom Unterbewusstsein trennt, dass aber nicht nur trennend sondern auch verbindend wirkt, wenn immer unsere Sehnsucht nach "Ganzheit" auch nur ansatzweise gestillt werden kann.

Biographie-Arbeit spricht immer das "ICH" des Menschen an und wendet sich somit an Menschen, die eigenständig und schöpferisch mit ihrem Leben umgehen wollen und dazu psychisch in der Lage sind.

Zur Beachtung:
Biographie-Arbeit findet immer in Eigenverantwortung statt und ist kein Ersatz für eine Therapie.

 

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Jeder von uns hat eine Lebensgeschichte, eine Art innerer Erzählung, deren Gehalt und Kontinuität unser Leben ist. Man könnte sagen, dass jeder von uns eine « Geschichte» konstruiert und lebt.
Diese Geschichte sind wir selbst, sie ist unsere Identität.

Wenn wir etwas über jemanden erfahren wollen, fragen wir:
«Wie lautet seine Geschichte, seine wirkliche, innerste Geschichte?»

Denn jeder von uns ist eine Biographie, eine Geschichte. Jeder Mensch ist eine einzigartige Erzählung, die fortwährend und unbewusst durch ihn und in ihm entsteht durch seine Wahrnehmungen, seine Gefühle, seine Gedanken, seine Handlungen und nicht zuletzt durch das, was er sagt, durch seine in Worte gefasste Geschichte.

Biologisch und physiologisch unterscheiden wir uns nicht sehr voneinander historisch jedoch, als gelebte Erzählung, ist jeder von uns einzigartig.

Um wir selbst zu sein, müssen wir uns selbst haben; wir müssen unsere Lebensgeschichte besitzen oder sie, wenn nötig, wieder in Besitz nehmen. Wir müssen uns erinnern an unsere innere Geschichte, an uns selbst. Der Mensch braucht eine solche fortlaufende innere Geschichte, um sich seine Identität, sein Selbst zu bewahren.

Oliver Sacks
» Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte «
Kapitel 12 (Mr. Thompson)