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Buchveröffentlichung Juli
2011

Ein Reiseführer und Kompass
für die Helden des Alltags
Ich verbindet in diesem Buch,
die von Campbell zutage
geförderten Strukturen der Heldenreise erstmals mit den
Rhythmen der anthroposophischen Biographieforschung.
In diesem
Buch lernen wir die Regeln der “Heldenhaften Lebensreise” kennen, denen
die Menschheit und somit jeder Einzelne, bereits seit Jahrhunderten
gefolgt ist, sie aber bisher noch nicht erkannt hat; oder anders gesagt:
Ich gehe den Weg meiner Mission bereits seit Anbeginn der Zeit, war
mir aber den Transformationen, die er beinhaltet nie bewusst. Immer
da, wo ich mich dem äußeren "Gelebt-Werden" verweigere, befinde ich
mich bereits im Abenteuer, beginnt meine ureigene Heldenreise.
Info3 Verlag
ISBN 978-3-924391-59-1
amazon.de
auch in jeder Buchandlung zu bestellen oder
w.seyffer@biographie-arbeit.com
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24.-25. Feb. 2011 in Berlin
Referent beim:
Heldenprinzip 2011 Innovationsstrategien
für Gegenwart und Zukunft
Interdisziplinäres Symposium in drei Akten.
Berlin
heldenprinzip-web
Rückschau
So war ich mehr als verwundert, als ich Anfang
des Jahres urplötzlich zu dem Symposion "Heldenprinzip 2011" in Berlin
eingeladen wurde. Stillschweigend hatte ich angenommen, dass ich, neben
Manfred van Doorn, bislang der einzige europäische "Anwender" von Joseph
Campbells Prinzip der Heldenreise bin.
Die Einladung erfolgte durch das Team des Forschungs- und Entwicklungsprojekts
"Innovationsdramaturgie nach dem Heldenprinzip" u.a. gefördert vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds. Hintergrund
der Veranstaltung war der Versuch ursächlich auszuloten, in wie weit
das Prinzip der Heldenreise tauglich für die Persönlichkeitsentwicklungen
in Organisationen ist.
So fragte ich mich: "Geht das? - Kann das gut gehen? - eine von einem
Ministerium staatlich unterstützte Heldenreise?"
Nicht nur, dass es seltsam anmutet, dass sich Beamtentum mit derart
Exotischem anfreundet, nein - auch die Programmpunkte: u.a. "Wirksamkeit
der Heldenreise in TV, Werbung und Print", oder "Was braucht ein Innovationsmanager?"
des weiteren: "Heldenreise trifft Computerspiel", waren - zumindest
für mich - dubiose Angebote. Da leben Vorurteile auf, gegen die es sich
zu stemmen gilt. Aber der Reiz des Unbekannten, war schon immer ein
guter Grund dem "Ruf an den Helden" zu folgen und somit auch die Beschwernisse
einer Reise nach Berlin auf sich zu nehmen.
So kam ich…, sah… und war bass erstaunt.
Über siebzig TeilnehmerInnen waren gekommen, davon fast die Hälfte Menschen,
die einen täglichen Umgang mit der Heldenreise pflegen. Das Team des
Forschungs- und Entwicklungsprojekts machte seinen Gäste mit dem Berliner
Projekt bekannt, bei dem Teilnehmer aus meist neu gegründeten Firmen,
sich auf eine Auseinandersetzung mit den Gesetzmäßigkeiten der Heldenreise
einließen. Die zum Teil anwesenden Teilnehmer stellten uns, in einem
eigens für diese Veranstaltung professionell produzierten Film, ihre
persönlichen, wie auch gemeinsamen Erfahrungen aus den jeweiligen Workshops
vor.

Ich selbst war als Biographieberater zur Gesprächsrunde
zusammen mit den jenen Experten eingeladen, die den Heldenmythos in
den verschiedensten Anwendungsfeldern nutzen. Eine Talk-Runde von Praktikern,
die die Heldenreise nicht für die betriebliche Entwicklung, sondern
überwiegend im Bereich individueller Persönlichkeitsentwicklung einsetzen.
Ein Kessel Buntes - an diversen Methoden und Ansichten, die alle Gehör
und Aufmerksamkeit fanden. So entstand nicht nur ein fruchtbarer Austausch
innerhalb dieser Talk-Runde, sondern es war auch für die Zuhörerschaft
ein mehr als informatives Erlebnis. Zu hören war u.a., über das Biographische
Schreiben, von einem "heldenhaften Coaching" für Angestellte der Stadtwerke,
vom heldenhaften Alltag eines Psychoanalytiker und von einer Sozial-
und Erziehungswissenschaftlerin der Universität Vechta, bis hin zu heldenhafte
Wüstenreisen, und von noch einigem mehr.
So sprach Jürgen Kugele - Organisationsberater und Wüstenreisender davon,
dass die Wüste für deren Einwohner, den Beduinen, ein Ort des Todes
sei. Für den westlichen Menschen jedoch ein Ort der Rückbesinnung auf
eine Kraft, die es ihm ermöglicht in der "Wüste der Arbeitswelt" zu
überleben. Was für den einen Tod - bedeutet für den Anderen Leben. Eine
Reise, die den westlichen Abenteurer zu einem Herrn zweier Welten macht
- dem Ziel jeder Heldenreise.
Diese Veranstaltung selbst gliederte sich ebenfalls im Sinne des Heldenepos
in Aufbruch - Ruf - Überwindung der Schwelle - Land der Abenteuer -
Überwindung der zweiten Schwelle - Elixier - Rückkehr - Meister zweier
Welten. Diesem oben genannten Ablauf liegt die Heldenreise nach dem
US-Amerikaner Rebellion zu Grunde, der Campbells Heldenmythos für seine
Workshops und dem darin verwendeten dramaturgischen System modifizierte.
Die Anthroposophie wurde von Marlies Rainer vom Weiterbildungszentrum
Alanus Werkhaus vertreten, die in ihrem Vortrag den Gedanken verfolgte,
wie die Kunst impulsierend in die Arbeitswelt einwirken kann. (Wir erinnern
uns der "Beuyssche Honigpumpe am Arbeitsplatz") Desweiteren von Manfred
van Doorn, dessen Auftritt fulminant war. Es gelang ihm den Teilnehmern
das Thema: "Macht und den vernunftgemäßen, moralischen Umgang mit ihr"
- unterstützt von zwei Videobeispielen auf Großbildleinwand - auf unterhaltsame,
humorvolle Weise nahe zu bringen.
Ich sah u.a. meine Aufgabe darin, in meinem
Beitrag deutlich zu machen, wie notwendig eine Entwicklung des Einzelnen
- im Sinne einer individuellen Bewusstseinsbildung - ist, damit die
oft mühsam errungene Transformation des "einsamen" Helden für eine Gemeinschaft
überhaupt fruchtbar werden kann.
Zwei Tage, die mir einen Ausflug in eine Welt gestatteten, mit der ich
ansonsten nur peripher zu tun habe. Eine eigene Heldenreise zu unbekannten
Ufern und Menschen, von denen sich viele ebenfalls bislang fremd waren.
Dies geschah in einer offenen Atmosphäre, die hilfreich, überbrückend
all diese Menschen in gegenseitigem Interesse zusammenbrachte.
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